Hybride Videoproduktion
Echte Aufnahmen und KI in einem Film. Ihr Team, Ihre Räume und Ihr Produkt werden gedreht, Welten, Effekte und Kamerafahrten entstehen mit KI. Unser Leitsatz dabei: so viel Dreh wie nötig, so viel KI wie möglich. Dreh, KI und Schnitt kommen aus einer Hand.
Was hybride Videoproduktion ist
Hybride Videoproduktion heißt, dass ein Teil des Films vor der Kamera entsteht und ein Teil im Rechner. Gedreht wird, was echt sein muss: Menschen, Räume, Maschinen, Produkte. Erzeugt wird, was sich nicht drehen lässt oder zu teuer wäre: eine Halle, die es noch nicht gibt, eine Kamerafahrt durch das Produkt, Wetter, Tageszeit oder eine ganze Welt. Beides wird im Schnitt zu einem Film zusammengesetzt, mit einer Farbkorrektur über alles, damit man die Naht nicht sieht.
Der Unterschied zur reinen KI-Produktion ist die Glaubwürdigkeit. Wenn Ihr Film zeigen soll, wer bei Ihnen arbeitet, muss er diese Menschen zeigen und nicht erfundene. Der Unterschied zum klassischen Dreh ist der Aufwand: Sie brauchen keine zweite Location, keinen Kran und kein Effektstudio für Bilder, die in der Nachbearbeitung entstehen können.
Hybride Produktion, Virtual Production, VFX oder Set Extension?
Vier Begriffe, die oft durcheinandergehen. Sie verfolgen zum Teil dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber darin, wann das erzeugte Bild entsteht und mit welchem Aufwand.
| Begriff | Was gemeint ist | Bei uns |
|---|---|---|
| Hybride Produktion | Oberbegriff: ein Teil wird gedreht, ein Teil entsteht generativ, im Schnitt wird beides zu einem Film. | das, was diese Seite beschreibt |
| Virtual Production | Dreh vor einer LED-Wand, die die Umgebung schon während der Aufnahme zeigt. Braucht ein Studio mit LED-Volume, Tagesmieten und ein größeres Team. | machen wir nicht. Wir setzen die Umgebung danach ein. Das Ergebnis ist ähnlich, der Aufwand deutlich kleiner |
| VFX | Visuelle Effekte, von Hand im Compositing gebaut. Langsamer und teurer als generative Bilder, dafür auf den Pixel steuerbar. | setzen wir dort ein, wo Genauigkeit vor Tempo geht, etwa bei Logos und Etiketten |
| Set Extension | Ein echtes Set wird im Bild vergrößert, aus einer halben Halle wird eine ganze. | ein Teilfall der KI-Postproduktion, siehe unten |
Dazu kommt der Greenscreen. Der ist kein eigener Weg, sondern ein Werkzeug: eine grüne Wand hinter der Person, damit sich der Hintergrund sauber trennen lässt. Oft geht es heute auch ohne, weil sich Menschen aus einem ruhigen Raum freistellen lassen. Wann sich die grüne Wand trotzdem lohnt, sagen wir vor dem Drehtag und nicht danach.
Zwei Wege zum hybriden Film
Die beiden Formen unterscheiden sich darin, wann die KI ins Spiel kommt: vor dem Dreh als Teil der Planung oder nach dem Dreh auf vorhandenem Material.
Realfilm mit KI
Echte Menschen, Räume und Produkte werden gedreht. Welten, Produktszenen und Übergänge entstehen mit KI. Beides wird zu einem Film geschnitten. Typisch dafür sind ein Imagefilm mit dem echten Team, ein Recruiting-Video, eine Kundenstimme oder ein Schulungsvideo an der eigenen Maschine. Der Dreh bleibt klein, oft ein halber Tag mit kleinem Team, weil nur das aufgenommen wird, was echt sein muss.
KI-Postproduktion
Gedrehtes Material wird mit KI verändert: Umgebung tauschen, Set erweitern, Spezialeffekte ergänzen, Licht, Wetter oder Look ändern. Im Büro gedreht, im Film in der Fabrik der Zukunft. Das geht auch mit Material, das längst bei Ihnen liegt. Alte Imagefilme, Messeaufnahmen oder brauchbare Handyvideos lassen sich so aufwerten, statt sie neu zu drehen.
Was gedreht wird und was mit KI entsteht
Die Aufteilung legen wir vor dem Dreh fest, nicht danach. Das spart den teuersten Fehler der hybriden Produktion: einen Drehtag für Bilder, die am Ende ohnehin erzeugt werden.
| Element | Kommt aus der Kamera | Entsteht mit KI |
|---|---|---|
| Menschen | Ihr Team, Ihre Kundschaft, Ihre Lehrlinge | nur Statisten im Hintergrund und nur, wenn es niemanden darstellt |
| Orte | Ihr Betrieb, Ihre Werkstatt, Ihr Geschäft | Hallen, Städte, Landschaften, Welten, die es nicht gibt |
| Produkt | das echte Produkt in der Hand, im Gebrauch | Makro, Schnitt durch das Produkt, Schwebe- und Explosionsansichten |
| Kamera | Stativ, Gimbal, einfache Fahrten | Kranfahrten, Drohnenflüge, Fahrten durch Wände und Objekte |
| Licht und Wetter | was am Drehtag da war | Tageszeit, Jahreszeit, Nebel, Regen, Sonnenstand ändern |
| Ton | O-Ton, Interviews, Atmosphäre | Sprecherstimme, Sounddesign, Sprachfassungen |
Hybride Produktion, reine KI oder klassischer Dreh?
Die Frage entscheidet sich nicht am Budget, sondern daran, was im Bild echt sein muss. Erst danach kommt der Preis.
| Klassischer Dreh | Hybrid | Reine KI | |
|---|---|---|---|
| Echte Personen | ja | ja, gedreht | nein, nur erzeugte Figuren |
| Unmögliche Motive | teure Effekte oder gar nicht | mit KI ergänzt | Standard |
| Drehtage | mehrere, mit Crew und Location | meist ein halber bis ein Tag | keine |
| Änderungen danach | oft nur mit Nachdreh | alles Erzeugte neu, Gedrehtes nur im Rahmen des Materials | einzelne Szenen neu erzeugen |
| Kosten | Imagefilm meist 5.000 bis 20.000 € netto, 30-Sekunden-Spot online meist 4.000 bis 15.000 € | ab 3.500 € netto für den Film, dazu der Dreh ab etwa 950 € netto je Tag | ab 3.500 € netto für den Basisfilm, Social Spot ab 1.000 € |
| Passt, wenn | alles echt sein muss und das Budget da ist | Menschen echt sein sollen und die Welt größer wirken soll | Produkt, Stimmung und Bildwelt die Geschichte tragen |
Die Spannen für klassische Produktionen und der Tagessatz für ein kleines Kamerateam stammen aus öffentlich einsehbaren Preisangaben von Produktionsfirmen in Österreich und Deutschland, abgerufen am 19.09.2026. Die Quellen stehen unter Was kostet ein Imagefilm? und Was kostet ein Werbefilm?
Beispiele mit Geschäftsziel
- Lehrlinge gewinnen: Ein Lehrling dreht sich in der Werkstatt um und steht in dem Gebäude, an dem er mitgebaut hat. Gedreht wird die Werkstatt, das Gebäude entsteht mit KI.
- Eine Halle zeigen, die erst gebaut wird: Die Geschäftsführung spricht im heutigen Büro, im Bild steht schon der neue Standort.
- Ein Produkt erklären, ohne es aufzuschneiden: Das echte Produkt liegt in der Hand, die Kamera fährt in der nächsten Einstellung hinein.
- Kundenstimmen aufwerten: Das Interview bleibt, wie es ist, der graue Besprechungsraum wird zur passenden Umgebung.
- Vorhandenes Material retten: Aufnahmen vom letzten Jahr bekommen einen einheitlichen Look, fehlende Bilder werden ergänzt statt nachgedreht.
Wo KI an Grenzen stößt
Wenn jemand im Bild spricht und die Lippen exakt sitzen müssen, bleibt der Dreh die sichere Lösung. Erzeugte Figuren, die bestimmte echte Personen darstellen sollen, machen wir nicht, unabhängig davon, wer sie bestellt. Gedrehtes Material setzt außerdem eine Grenze: Was nicht aufgenommen wurde, lässt sich nachträglich nur begrenzt ergänzen, weil Perspektive, Licht und Bewegung zum vorhandenen Bild passen müssen. Deshalb legen wir die Aufteilung vor dem Dreh fest und nicht im Schnitt.
Ob Dreh, KI oder beides passt, vergleichen wir ausführlich unter KI-Video erstellen lassen oder selbst machen.
Kosten und Kennzeichnung
Ein hybrider Film beginnt bei 3.500 € netto für den Basisfilm. Dazu kommt der Dreh, der sich nach Zahl der Drehorte und Länge des Drehtags richtet. Ein Drehtag mit kleinem Kamerateam liegt marktüblich bei 950 bis 1.500 € netto. Den Festpreis für beides zusammen nennen wir im Angebot, nach dem Erstgespräch. Was den Preis sonst bewegt, steht unter Preise.
Zur Kennzeichnung: Seit 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung eine Offenlegung bei Deepfakes, also bei täuschend echten Inhalten, die reale oder plausibel reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigen. Gerade hybride Filme fallen schnell darunter, weil echte Menschen in erzeugten Umgebungen stehen. Zu jedem Film liefern wir deshalb einen Hinweis, wie er zu kennzeichnen ist. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur KI-Kennzeichnungspflicht in der Werbung.
Ablauf
- Erstgespräch: 30 Minuten, Ziel und Machbarkeit. Hier entscheidet sich, ob überhaupt gedreht werden muss.
- Aufteilung und Konzept: Wir legen schriftlich fest, welche Einstellung aus der Kamera kommt und welche erzeugt wird.
- Styleframes: Sie sehen Look und Licht als Standbilder, bevor der Drehtag gebucht wird.
- Dreh: meist ein halber bis ein Tag, kleines Team, nur die Einstellungen aus der Liste.
- Produktion und Zusammenführung: Erzeugte Szenen, Einbau in das gedrehte Material, eine Farbkorrektur über alles.
- Rohschnitt und Lieferung: erste Fassung mit Musik zur Abnahme, danach alle Formate mit Hinweis zur Kennzeichnung.
Die ausführliche Fassung mit allen Freigabepunkten steht unter Ablauf.
Häufige Fragen
Kann man jemanden in einem normalen Raum filmen und im Film woanders zeigen?
Ja, das ist der häufigste Fall der KI-Postproduktion. Wir drehen die Person vor einem ruhigen Hintergrund, trennen sie vom Raum und setzen sie in die neue Umgebung. Wichtig ist, dass Licht und Blickrichtung am Drehtag zur geplanten Umgebung passen. Deshalb legen wir die Zielumgebung vorher fest und nicht erst im Schnitt.
Was kostet eine hybride Videoproduktion?
Ab 3.500 € netto für den Film, dazu der Dreh. Ein Drehtag mit kleinem Kamerateam liegt marktüblich bei 950 bis 1.500 € netto, je nach Zahl der Drehorte. Klassisch produziert liegt ein vergleichbarer Imagefilm meist bei 5.000 bis 20.000 € netto. Den Festpreis nennen wir nach einem 30-minütigen Erstgespräch im Angebot.
Kann ich vorhandenes Material verwenden?
Oft ja. Brauchbar ist Material, das scharf, ruhig und ausreichend hoch aufgelöst ist. Alte Imagefilme, Messeaufnahmen und sogar Handyvideos lassen sich aufwerten, indem Umgebung, Licht und Look angepasst werden. Wir sehen uns das Material vor dem Angebot an und sagen, was davon trägt und was neu gedreht werden sollte.
Wer dreht, Sie oder wir?
Wir drehen mit eigenem kleinem Team, in Wien und im Umkreis. Wenn bei Ihnen bereits eine Produktionsfirma dreht, übernehmen wir nur den KI-Teil und die Zusammenführung. In diesem Fall bekommen Sie von uns vor dem Dreh eine Liste, worauf beim Aufnehmen zu achten ist, damit das Material später zusammenpasst.
Muss ein hybrider Film gekennzeichnet werden?
Es kommt darauf an, was zu sehen ist. Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt eine Offenlegung, wenn der Film täuschend echt wirkende Personen, Orte oder Ereignisse zeigt, die so nicht stattgefunden haben. Eine erzeugte Halle, in der Ihr echtes Team steht, fällt in der Regel darunter. Zu jedem Film liefern wir den passenden Hinweis mit, damit Sie ihn nur noch einsetzen müssen.
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Dreh, KI oder beides?
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