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Deepfake

Ein Deepfake ist ein täuschend echtes Abbild einer realen Person, erzeugt oder verändert mit KI. Das Wort setzt sich aus deep learning und fake zusammen. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern die Wirkung: Der Inhalt kann für eine echte Aufnahme gehalten werden.

Was rechtlich gilt

Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung eine Offenlegung bei Deepfakes, also bei erzeugten oder veränderten Inhalten, die reale oder plausibel reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigen. Daneben gelten das Recht am eigenen Bild, das Lauterkeitsrecht bei irreführender Werbung und die eigenen Regeln von YouTube, Meta und TikTok, die unabhängig vom Gesetz greifen.

Die Pflicht trifft denjenigen, der den Inhalt verbreitet, nicht nur den, der ihn erzeugt. Für Unternehmen heißt das: Eine Agentur, die ohne Hinweis liefert, löst das Problem nicht, sie verschiebt es. Einzelheiten im Ratgeber zur KI-Kennzeichnungspflicht in der Werbung.

Was wir machen und was nicht

Keine Abbilder realer Personen ohne deren Zustimmung

Das gilt für Prominente ebenso wie für Mitarbeitende, Kundinnen und Wettbewerber, und es gilt auch für Entwürfe, die niemand veröffentlichen will. Mit Zustimmung ist vieles möglich: eine Übersetzung mit passender Mundbewegung, eine Verjüngung, eine zweite Fassung ohne neuen Drehtermin.

Ein erkennbar künstlicher Avatar, der niemanden nachbildet, ist kein Deepfake. Die Grenze verläuft nicht beim Werkzeug, sondern bei der Frage, ob jemand den Inhalt für eine echte Aufnahme einer echten Person halten kann. Wie das bei Kundenstimmen aussieht, steht im Ratgeber Testimonial-Video und KI.

Häufige Fragen

Was ist ein Deepfake?

Ein Deepfake ist ein mit KI erzeugtes oder verändertes Medium, das eine reale Person täuschend echt zeigt, etwa indem ihr Gesicht in eine fremde Aufnahme gesetzt oder ihr eine Aussage in den Mund gelegt wird. Entscheidend ist die Verwechselbarkeit mit einer echten Aufnahme.

Sind Deepfakes verboten?

Nicht grundsätzlich. Mit Zustimmung der abgebildeten Person und mit Kennzeichnung sind sie zulässig. Ohne Zustimmung verletzen sie Persönlichkeitsrechte, und in der Werbung kommt das Verbot irreführender Angaben hinzu.

Wie kennzeichnet man einen Deepfake richtig?

Sichtbar und verständlich, am besten im Bild und nicht nur in der Beschreibung. Wir planen den Hinweis so ein, dass er zur Gestaltung passt, statt ihn am Ende darüberzulegen, und liefern zusätzlich die Angaben, die die Plattformen abfragen.

Verwandte Begriffe

Weiterlesen: Alle Begriffe im Glossar • KI-Kennzeichnungspflicht • Avatar-Video

Dürfen wir das zeigen?

Wenn im Film echte Menschen vorkommen sollen, klären wir Zustimmung und Kennzeichnung vorher.

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